Gegen Rassismus statt Theaterdonner

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„Meine Kritik am Theaterstück des Bochumer Schauspielhauses „White People‘s Problems – The Evil Dead“ befasst sich mit  den Ursachen von Rassismus.

Bernd Rademacher, Ensemblemitglied des Bochumer Schauspielhauses, ersetzt in der Februar-Ausgabe der Stadtteilzeitung „Der Ehrenfelder“ eine sachliche Auseinandersetzung durch einen Schwall abwertender Floskeln zu meinem Namibia-Buch und zu meinem Vorgehen.

Die Inszenierung des Theaterstückes entspricht der Ansicht der amerikanischen Soziologin DiAngelo, die den Rassismus erklärt als internalisierte Haltung, die in jeder und jedem Weißen steckt. (Das habe ich am 9.12.18 im Flugblatt veröffentlicht und unter www.quest-reisemagazin.de)

Diese Auffassung erklärt alle Menschen weißer Hautfarbe zum Hauptproblem des Rassismus. Tatsächlich aber dient Rassismus den Herrschenden als Blitzableiter für die Unzufriedenheit der Menschen, soll schlechter bezahlte Arbeit, Unterdrückung und Kriege rechtfertigen. Rassismus ist eine Herrschaftsmethode nach dem Motto „Teile und Herrsche“ und keine ursprüngliche Einstellung der Beherrschten.

Werden Menschen weißer Hautfarbe zum Hauptproblem des Rassismus erklärt, so ist es einfach, mein Buch gegen Rassismus als Ausdruck des „verinnerlichten Rassismus“ einer Weißen zu verfälschen.

Das Theaterstück wird dem Kampf gegen den Rassismus nicht gerecht. Mein Buch unterstützt ganz offen diesen Kampf und Herr Rademacher speist Leser und Redaktion des Ehrenfelders mit überheblichem und unsachlichem Gepolter ab. Schade.

 

Zur Lesung meines Namibia-Buches im Bochumer Ehrenfeld im Juni lade ich herzlich ein. Ort und Zeit wird noch bekanntgegeben.

Zilli Quest“

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Diese Stellungnahme habe ich an die Redaktion des Ehrenfelders übermittelt mit der Bitte um Veröffentlichung. Und ich habe am 4. Februar Herrn Rademacher persönlich einen Brief übergeben.  Dieser Brief lautet:

„Hallo Herr Rademacher,

ich bin Zilli Quest, die Frau und Autorin, über die Sie im Ehrenfelder so rumgepoltert haben. Ich möchte darüber jetzt nicht in die Einzelheiten gehen, sondern Ihnen einen Vorschlag machen: Wir tauschen uns einmal über die Streitpunkte persönlich aus und versuchen, eine sachliche Ebene zu finden. Was halten Sie davon? Überlegen Sie sich das in Ruhe. Ich bin jetzt für ein paar Tage in Mailand. Bitte melden Sie sich dann am Wochenende zu meinem Vorschlag. Meine Rufnummer lautet ……. Eine Telefonnummer von Ihnen habe ich nicht finden können.

Mit freundlichen Grüßen“

Natürlich war Herr Rademacher überrascht und wollte sich erst mit seinen Kollegen austauschen. Das stand im Widerspruch zu seinem Beitrag im Ehrenfelder, den er doch, wie er schrieb, ohne Rücksprache mit Intendant und Kollegen verfasst und veröffentlicht haben wollte….

Heute ist der 19. Februar und hat sich Herr Rademacher gemeldet? Nein, nichts dergleichen.

Da verfälscht das Bochumer Schauspielhaus ein Buch gegen Rassismus zu einem Ausdruck von Rassismus, weil es die Ursachen von Rassismus verkennt. Meine sachliche Kritik an der Buchverfälschung  wie an der Insszenierung des Stückes wird von Intendant und Regisseur ignoriert, das Ensemblemitglied Thelma Buabeng inszeniert auf Facebook mit unwahren Behauptungen einen Shitstorm, Herr Rademacher poltert öffentlich, abwertend und völlig unsachlich über mein Buch und meine Kritik – und schweigt sich dann aus – schöne „Freiheit der Kunst“?

Nein, Unverständnis, Überheblichkeit, Geschimpfe, Lügen auf Facebook, kurz: ein armseliger Bochumer Theaterdonner.

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